Glück im Unglück

Der Tag der ersten Weiterreise ist da, es ist der 6. Oktober und wir sitzen bereits um 6 Uhr im Taxi auf dem Weg zur Busstation. Es soll in das westlicher gelegene Pokhara gehen. Die Strecke ist nicht zu vergleichen mit den deutschen Straßen, der Highway gleicht eher einem Feldweg und so kommen wir nach 7 Stunden ordentlich durchgeschüttelt in Pokhara an.

Wir machen uns auf die Suche nach unserem Hotel, stehen wenige Minuten später auch exakt an den angegebenen Koordinaten, es ist aber kein Hotel in Sicht. Ein freundlicher Nepali nimmt sich unser an und nach wenigen Telefonaten mit dem Hotel fährt er uns auf seinem Motorrad direkt dort hin. Kaum im Hotel angekommen erhalten wir eine Nachricht auf unsere Couchsurfing Anfrage, welche wir 2 Tage vorher gestellt hatten.

Couchsurfing ist eine App, welche es ermöglicht auf Anfrage kostenlos bei Einheimischen auf dem Sofa unterzukommen. Da in Nepal morgen eines der größten Feste gefeiert wird und wir das als große Chance sehen, dieses Fest einmal ganz nah erleben zu können checken wir kurzerhand wieder aus. Wir setzen uns in ein Internetcafe und warten auf die Antwort des Hosts bezüglich seiner Adressdaten. Und warten und warten, warten und warten… Langsam wird es dunkel und wir haben immernoch keine Antwort. Also gehen wir lieber auf Nummer sicher und checken in ein neues Hostel ein. Im Zimmer angekommen können wir unseren Augen kaum trauen! Schwarzer Schimmel überall!! Das Bett feucht und voll mit kleinen Tierchen. Wir sind erst einmal schockiert, sammeln uns dann aber wieder und denken, dass wir das mit Schlafsäcken und unserem Moskitonetz wohl eine Nacht überleben werden. Außer uns sind sonst keine weiteren Gäste im Hostel und so legen wir uns schon um halb 9 ins Bett.

Schnell wird uns klar, dass wir es nicht eine Nacht hier aushalten wollen, wir schauen also erneut nach Hotels/Hostels. Garnicht so einfach spät Abends noch etwas zu finden, in das man sofort einchecken könnte. Nach langer Suche stoßen wir auf das „Hotel Diplomat“. Mittlerweile haben wir halb 11, ohne große Hoffnung, noch eine Antwort zu erhalten, schreiben wir eine Nachricht, ob es möglich wäre jetzt noch einzuchecken. Keine 2 Minuten später erhalten wir die Antwort, dass es möglich ist und er auf uns wartet.

Also alle Sachen super schnell zusammen geräumt, und runter zum Tor. Der Besitzer dieses Hostels bietet uns ein schöneres Zimmer an, gibt aber schnell auf als er merkt, dass wir wirklich keinerlei Interesse an einem weiteren Zimmer in seinem Hostel haben. Mit den Worten „schreibt mir aber eine gute Bewertung“ lässt er uns dann ziehen.

Keine halbe Stunde später kommen wir bei Bamdev im Hotel Diplomat an. Er empfängt uns schon vor dem Eingangstor und zeigt uns unser Zimmer. Traumhaft schön!! So ein tolles Zimmer hatten wir garnicht erwartet und die Gastfreundschaft von Bamdev und seiner Familie ist wohl kaum zu übertreffen! Hier fühlen wir uns wohl, hier wollen wir bleiben!

Bis bald,
Svea & Dustin

Wir sind Svea & Dustin und teilen unsere Erlebnisse & Eindrücke mit euch während unserer Weltreise.

2 Comments

  1. Liebe Svea, lieber Dustin,
    wie heißt das Sprichwort:
    Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erleben!
    Und ihr habt schon allerhand erlebt. Allerdings, Tierchen im Bett, außer natürlich Maggie, ist schon grenzwertig!
    Vielleicht schaut ihr euch in Zukunft das Zimmer an, bevor ihr es bezieht. Manche Hotels akzeptieren das sicher.
    Weiterhin viel Spaß und ich warte auf neue Eindrücke von euch!
    Liebe Grüße und alles Gute
    Irene

  2. Liebe Irene,
    Danke für den Tipp, das werden wir in Zukunft sicher machen! 😀
    Wir bemühen uns euch immer auf dem laufenden zu halten.
    Viele Grüße,
    Svea & Dustin

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